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VW Scirocco

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Als am 14. März 1974 der Genfer Auto-Salon öffnete, belastete eine unglaubliche Schwere die Stimmung. Ölkrise, schwache Absatzzahlen, Preiserhöhungen – gute Nachrichten waren rar wie Trüffel. Eine davon lieferte VW. Mit einem Coupé auf Basis des Golf, der kurioserweise erst ein paar Wochen später auf den Markt kam. Scirocco – das versprach bereits frischen Wind im Namen. Ein Wind, der den konservativen Konzern in Wolfsburg durcheinander wirbeln sollte. Käfer, Heckantrieb, Luftkühlung: und tschüss! 2008, 34 Jahre später, rollt VW wieder einen Scirocco in Genf auf die Bühne. Wieder sind die Zeiten schwierig. Ölkrise, schwächelnder Gewinn, Preiserhöhungen.
 




Wieder reagiert VW mit einem Sportwagen für den Alltag zum recht volkstümlichen Preis (ca. 23.000 Euro). Nur dass ab Sommer die Töchter und Söhne im Auto ihrer Väter sitzen sollen. Fällt denen denn gar nichts anderes ein? Doch, denn der neue Scirocco ist kein einfallsloses Retro-Modell. Nur die Idee ist historisch, ein bezahlbares, alltagstaugliches Coupé zu bauen. Sonst startet mit dem Scirocco ein neues Zeitalter, so wie damals. Eines, das mehr Leidenschaft als der verunglückte New Beetle verspricht.



Ausschliesslich vernünftige Autos aus Wolfsburg? Und tschüss! Den neuen Mut zeigt vor allem die freche Schnauze. Ein Kühlergrill, der mit dem typischen VW-Gesicht bricht. Ausserdem schenkten die Designer dem neuen Coupé jugendlich-breite Schultern und ein sehr muskulöses Heck. Von den Abmessungen her rangiert der neue Scirocco zwischen Kompakt- und Mittelklasse. So breit wie ein Passat (1,81 Meter), lang wie ein Golf (4,26 Meter), aber flach wie ein Sportwagen (1,40 Meter) – das sind seine Modellmasse. Darunter steckt die Technik vom Blechdach- Cabrio Eos, also die bewährte Golf-Plattform.





Vom Eos übernimmt der Scirocco auch nahezu baugleich das Cockpit als unaufgeregte VW-Zentrale, leicht zu bedienen wie ein altes Wählscheibentelefon. Selbst der Platz im Innenraum wird dem des Cabrios ähneln. Platz für vier, im Kofferraum sollen 292 bis 755 Liter unterkommen. Wie es sich für einen Sportwagen gehört, wird der Scirocco seriemässig mit Sportsitzen und einer strafferen Dämpfer-Feder-Abstimmung ausgeliefert. Vier drehmomentstarke TDI- (140 PS) und TSI-Motoren (122, 160, 200 PS) stehen ab Sommer 2008 zur Verfügung. Wahlweise bietet VW auch das neu entwickelte Siebengang-Direktschaltgetriebe (DSG) an. Ausserdem ein Panorama-Ausstelldach und ein adaptives Fahrwerk.



 

Quelle: Auto Bild
Text: Margret Hucko

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