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Fahrzeug Berichte

VW Scirocco Speedster

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Faltbares Hardtop? Windschott? Frontscheibe bis über den Kopf? Heizung für den Hals? Die Gesichtszüge von Martin Eckhoff sprechen Bände, sobald man ihn mit den Errungenschaften des modernen Cabrio-Fahrens konfrontiert.









Wenn der Hamburger von Frischluft redet, dann meint er nicht den Einsatz von Hightech. Er meint tatsächlich Frischluft. Das heisst bei dem EU-Neuwagenimporteur und gelernten Mechaniker radikal: „Dach ab.“ Und deswegen baut der 46-Jährige den wohl gnadenlosesten Youngtimer Deutschlands: den Martin Eckhoff 1, kurz ME 1, einen VW Scirocco II, der auf Schulterhöhe einfach aufhört.










Auf die Idee hat ihn sein Lomax gebracht. Sein was? Nun, Lomax ist ein englischer Bausatz, der aus dem Chassis einer „Ente“, dem Citroën 2CV, und einer englischen Karosserie ansatzweise einen Morgan Threewheeler zu schaffen vermag. Anders ausgedrückt: Ein Lomax ist eine überdimensionale, wahlweise drei- oder vierrädrige Zigarre mit einem Zweizylindermotor als Frontstossstange. Er schaukelt wie ein Ruderboot und besitzt weder Dach noch Scheiben. Ein Auto, auf dem Fliegen auf den Zähnen des Piloten aufklatschen – für Eckhoff „cabrio at its best“. Aber der Lomax ist keine Kreation à la Eckhoff.










Welche Basis es für den ME 1 sein sollte, wusste der Namensgeber sofort – Scirocco II. Wegen des ausgezeichneten werksmässigen Rostschutzes. Wegen seines Charakters als kleiner Sportwagen. Und weil die Volkertshausener Firma Hornstein bereits in den 80er Jahren Scirocco enthauptete und mit Stoffmützen ausstattete – inklusive TÜV-Segen, den es auch beim neuen Projekt zu nutzen galt.










So suchte sich der Autofachmann per Internet einen Karosserieexperten, der ähnlich tickt wie er selbst. Und fand ihn in Jörg Beckmann. Zusammen ersteigerten sie einen Hornstein-Umbau bei eBay, studierten dessen Schwachstellen und begannen, eine Speedster-Form zu kreieren. Nächster Schritt: Kauf eines Opfer-Scirocco für 400 Euro. An dem schnippelten die Hamburger wie an einem Tonmodell herum und setzten ihm bis zu zwölf verschiedene Hutzenformen aus Pappe auf, bis ihnen eine endlich gefiel. Schliesslich fanden die Selfmademen eine Speedster-Basis in einem Scirocco II von 1989 mit nur 55.000 Kilometern auf der Uhr.

Weitere Infos findet ihr hier: ME110.de

 

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