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Autofriedhof Kaufdorf kommt unter den Hammer

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Ende 2008 besuchten einige Clubmitglieder von uns den Autofriedhof Kaufdorf bei Grübetal. Die Bilder von diesem doch nicht alltäglichen Besuch haben wir dann online gestellt. Wer die Bilder nicht gesehen hat, kann sie hier nochmals begutachten..

Seit Montag, 21.09.2009, knackt und kracht und kreischt es auf dem Gelände des Autofriedhofs. Die Bergung der Oldtimerwracks hat begonnen. Und sie wird noch lange dauern - rund 800 Fahrzeuge müssen aus dem Pappelwald geborgen werden.

Die fünf Jahre andauernden Auseinandersetzungen über den Autofriedhof von Franz Messerli wurden im Februar 2009 endgültig beendet. Die Gemeinde Kaufdorf lehnte aufgrund der Unvereinbarkeit mit den geltenden Umweltvorschriften das Sanierungskonzept des Fördervereins "Historischer Autofriedhof Gürbetal" ab. Ein Zugeständnis machten die Behörden im Juni und gewährten einen Aufschub der Zwangsräumung um die Versteigerung zu ermöglichen.







Bei der Auktion am 19. September hat die Oldtimergalerie Toffen rund 530 Fahrzeuge verkauft. Über den Erlös haben Franz Messerli, der Besitzer des Autofriedhofs, und Reinhard Schmidlin, Geschäftsführer der Oldtimer Galerie Toffen, eine Stillschweigevereinbarung geschlossen. Die schweizerische Automobilrevue nennt ein Auktionsergebnis von "über 450.000 Franken", was rund 300.000 Euro entsprechen würde.






Mehr als 3.000 Bieter, Oldtimerfreunde und Schaulustige waren bei der Auktion anwesend. Jeder von Ihnen musste den Eintritt mit 15 Franken (ca. zehn Euro) bezahlen. Dafür gab es ein einmaliges Erlebnis. In etwas mehr als neun Stunden wurden die rund 800 Fahrzeuge aufgerufen, Hände zum Gebot gehoben - im 40-Sekundentakt wurde über die Zukunft der einzelnen Automobilwracks entschieden. Der Auktionator Reto Breitenmoser legte ein Tempo vor, das man selten bei einer Automobilauktion gesehen hat. Das Mindestgebot war bei allen gleich: 50 Schweizer Franken. Mit Auktionsgebühren von zwölf Prozent und der Pauschale für die Bergung mussten also mindestens 256 Franken berappt werden - etwa 170 Euro.






Neben dem Auktionserlös kann Franz Messerli auch noch mit den Einnahmen durch die Eintrittskarten (etwa 30.000 Euro), den Katalogverkauf und die Bergekosten rechnen. Pro versteigertem Fahrzeug berechnet er eine Berge-Pauschale von 200 Franken. Bei 527 Fahrzeugen sind das 105.400 Franken (rund 70.000 Euro).






Was der Bieter für sein Geld bekommt, wenn das Fahrzeug aus dem Pappel-Wald geborgen sein wird, weiss er nicht. Denn in den Auktionsbedingungen der Oldtimer Galerie Toffen ist ganz klar zu lesen: "Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass an den verkauften Autowracks bei der Bergung und Transportbereitstellung weitere Schäden entstehen können. Für diese sind weder die OG, die Verkäuferschaft noch die für die Bergung, Transportbereitstellung und Verladung beauftragten Dritten haftbar."







Welche automobilen Schätze im Pappel-Wald von Kaufdorf geborgen werden, lesen Sie auf der Seite: www.motor-klassik.de.

 

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